Politische Diskussionen

PUBLISHED 03. Dez 2017

 

Anlässlich des 09. November stellen sich Politiker landesweit den Fragen interessierter Schülerinnen und Schüler. So auch bei uns am KSG in Andernach. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 hatten sich im Vorfeld in ihren gesellschaftswissenschaftlichen Fächern auf diesen Besuch vorbereitet. 

Nach dem Eintreffen der Landtagsabgeordneten Hedi Thelen (Landesvorstand CDU) und Uwe Junge (Fraktionsvorsitzender AfD) sowie deren Vorstellung begann die Veranstaltung mit einem Statement beider Politiker zu diesem historischen Tag und seiner besonderen Bedeutung für die deutsche Demokratie. Während Frau Thelen sich stark auf den Jahrestag der Reichpogromnacht bezog und den Wert dieser Erinnerungskultur für unsere liberale, pluralistische Gesellschaft hervorhob, beleuchtete Herr Junge in seiner umfangreichen Darstellung vor allem alle anderen Jahrestage des 9. November. 

Daraufhin wurde die Fragerunde mit von den Schülerinnen und Schülern gewählten Themen eröffnet. So stand zum Beispiel in Bezug auf Bildungspolitik die Frage nach Chancen und Grenzen von Inklusion behinderter Kindern an öffentlichen Schulen im Mittelpunkt des Interesses. Dabei ging es unter anderem um die mangelnde Ausstattung mit Rollstuhlrampen und Aufzügen. Die Abgeordneten waren sich hier einig und sprachen sich für die Inklusion körperlich behinderter Kinder aus und eine bessere Ausstattung der Schulen aus.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der inhaltlichen Auseinandersetzung befasste sich mit der aktuellenFlüchtlingspolitik. Hierbei stellte sich Uwe Junge zum Überraschen der Zuhörer zunächst gegen seine Partei, als die Frage aufkam, ob Afghanistan ein sicheres Herkunftsland sei. Seine ablehnende Haltung begründete er mit persönlichen Eindrücken aus Kriegserfahrungen als Offizier. Jedoch sprach er sich daraufhin vehement gegen die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen aus und beteuerte die Wichtigkeit, diese von Asylbewerbern zu unterscheiden. So sprach er sich auch gegen Integrationsmaßnahmen für diese Menschen aus. Hedi Thelen vertrat die Auffassung ihrer Partei, auch hier entstand keine größere politische Kontroverse. Allerdings bezog sie sich in ihrer Argumentation auf moralische und christliche Gesichtspunkte.

H. Thelen hob am Schluss hervor, wie froh sie über die vielfältigen und guten Möglichkeiten der Meinungsbildung in Deutschland sei. Ein wichtiger und unverzichtbarer Pfeiler seien hierbei auch die öffentlich-rechtlichen Medien (wie ARD, ZDF, SWR) und damit auch die notwendigen Gebühren der GEZ. Herr Junge deutete mit Blick auf die Uhr nur eine konträre Position der AfD an. 

Zum Ende gab es viele positive Rückmeldungen zu den Gesprächen von Seiten der Politiker, aber auch den Schülerinnenund Schülern. Manche von ihnen hätten sich eine etwas kontroversere inhaltliche Diskussion gewünscht, wie sie sich wahrscheinlich ergeben hätte, wären Vertreter der Regierungsparteien bei dem Gespräch anwesend gewesen. Diese waren aus terminlichen Gründen aber leider verhindert.

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