Autorenlesung

PUBLISHED 25. Feb 2018

 

Am 07.02.2018 fand in unserer Schule eine Autorenlesung des ehemaligen KSG-Schülers Marcus S. Theis statt. In drei spannenden Unterrichtsstunden stellte der 22-jährige Student den Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 12 seinen Debütroman „Schatten ohne Licht“ vor. 

In dem Roman erzählt er die Geschichte einesGeschwisterpaars, welches aus dem diktatorischen Staat Nordkorea zu fliehen versucht. Er schildert die schlechten Verhältnisse im Land und geht ohne Beschönigungen auf Missstände und Probleme, wieHungersnöte und Gewalt gegen das nordkoreanischeVolk, ein. Ein weiteres großes Thema ist die von der Regierung ausgehende Propaganda. Es wird beschrieben, dass viele Nordkoreaner, trotz der Missstände, an das kommunistische System und an dessen Führer glauben und ihnen ihr vollstes Vertrauen schenken.

Marcus S. Theis schaffte es sehr schnell, sein Publikum für dieses faszinierende und gleichzeitig beängstigendeThema zu begeistern. Die vorgelesenen Textstellen erfüllte er durch eigene, sehr enthusiastisch vorgetragene, Erfahrungsberichte mit Leben. So erfuhren die Zuhörer von seinen zwei Freunden, welche in Südkorea leben, sowie von seinen Reisen als „Couchsurfer“ durch dieses Land. Bei seinen Reisen lernte er verschiedenste Menschen mit unterschiedlichsten Sichtweisen kennen. Dadurchkonnte er das Land sowohl aus der Perspektive vonsystemtreuen, aber auch aus der dem System skeptisch gegenüberstehenden Menschen betrachten.   

Da es in seinem Roman um die Flucht zweier Geschwister aus Nord- nach Südkorea geht, verglich Marcus Theis zudem das Leben im diktatorischen Norden mit dem im kapitalistischen Süden.  Er selbst war nicht in Nordkorea, da eine Tour dorthin zum einen viele Risiken birgt und zum anderen für seine Recherche kaum von Nutzen ist, da man sich dort als Tourist nicht frei bewegen darf. Jedoch berichtete er von Flüchtlingen aus dem Norden, mit welchen er einige, bewegende Gespräche geführt hat. Aber auch dem Süden Koreassteht der Autor von „Schatten ohne Licht“ kritisch gegenüber. Er ging auf den großen Leistungsdruck und die damit verbundene sehr hohe Selbstmordrate in diesem Land ein. 

Insgesamt war die Lesung von Marcus S. Theis sehr spannend und mitreißend.    Da der Roman an die Realität angelehnt ist, ist die Geschichte für den Leser besonders packend und durchaus geeignet, um dieses gespaltene Land besser kennen zu lernen. 

​​​​​​​​​Katrin Drysch (MSS12)

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