Mobbing-Intervention


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Wir wollen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler in der Schule wohl fühlen. Das ist nicht zuletzt Voraussetzung für ein erfolgreiches Lernen. Dazu, diese Voraussetzung zu schaffen, gehört es auch, Fälle von Mobbing ernst zu nehmen und zu bearbeiten.

Mobbing äußert sich in folgenden Vorkommnissen:

  • Ein Kind wird immer wieder aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen.

  • Äußerungen dieses Kindes werden regelmäßig mit hämischen Bemerkungen oder Gelächter quittiert.

  • Das Kind vermisst häufig Gegenstände oder Unterlagen, weil diese von Mitschülern weggenommen und versteckt worden sind.

  • Es wird auf dem Pausenhof bedrängt, geschubst, womöglich sogar geschlagen.

Bekommen wir Nachricht von solchen Zuständen, versuchen wir, das Problem mit Hilfe des „No blame approach“ zu bearbeiten und zu beheben.

Der „No blame approach“ ist, wie der Name schon sagt, eine Methode der Mobbing-Intervention, bei der ohne Schuldzuweisungen und unter absoluter Schonung der Mobbing-Opfer die  Klassenkameraden sich zuerst ihres Verhaltens bewusst werden.

Ziel ist dabei: Sie sollen lernen, sich in die Psyche ihres Opfers hinein zu versetzen, was dann wiederum Anlass ist, Mobbing-Handlungen zu unterlassen und – bei entsprechenden Beobachtungen – dagegen zu intervenieren.

Die Bearbeitung eines Mobbing-Falls läuft folgendermaßen ab:

  • Eine Lehrkraft, die geschult ist für diese Arbeit, und die nicht in der Klasse unterrichtet, nimmt Kontakt mit dem Mobbing-Opfer und wenn nötig seinen Eltern auf.

  • Es wird ein Gesprächstermin mit dem Kind verabredet, der den Mitschülern nicht bekannt wird.

  • Bei dem Gespräch zwischen der betreuenden Lehrkraft und dem Kind wird der Fall besprochen, dem Kind wird Mut gemacht, und es stellt eine ca. 8-köpfige Unterstützergruppe zusammen. In dieser Gruppe sollen sowohl Täter und Mitläufer als auch solche Klassenkameraden sein, die schon bislang Verteidiger des Opfers waren; das Opfer selbst gehört dieser Gruppe nicht an. Auch wird hier schon ein Termin in etwa 4 Wochen verabredet, an dem über neue Vorkommnisse gesprochen werden kann.

  • Die betreuende Lehrkraft organisiert ohne Wissen der Schüler eine Stunde, während der die Unterstützergruppe aus dem Unterricht zu einem Gespräch herausgeholt werden kann.

  • In dem jetzt folgenden Gruppengespräch werden die oben genannten Lernprozesse angestrebt.

  • Danach werden – je nach Verlauf des Gruppengesprächs, das von einer anderen geschulten Lehrkraft beobachtet und protokolliert wird, - Einzelgespräche mit Mitgliedern der Unterstützergruppe geführt.

Wir haben mit diesem Verfahren schon seit Jahren gute Erfahrungen gemacht. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir, zum Beispiel auch über den digitalen Kummerkasten, von Mobbing-Tatbeständen erfahren.

Ansprechpartnerin

Jutta Decker

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